Nero und Dilara treffen aufeinander in einer kalten Winternacht. Die eine ausgesetzt, der andere auf dem Absprung. Der eine Pitbull-Dobermann, die andere Mops, nicht gerade eine Schönheitskönigin. Statt sich aber gegenseitig beizustehen, bekläffen sie sich. Ein Miteinander ist kaum möglich, und dann kommt auch noch Schäfer dazu, ein Polizeihund-Typ. Trotzdem haben alle drei was gemeinsam: Sie bekommen keine Anerkennung.
Gemeinsam ziehen sie durch die Neuköllner Nacht, jeder zeigt dem anderen „sein Neukölln“, sie haben eine Vision: ein Rudel sein. Ein Stadthunderudel!
Inszenierung: Mario Portmann
Musikalische Leitung: Alexander Klein
Choreographie: Julieta Figueiroa
Ausstattung: Grit Wendicke
Dramaturgie: Bernhard Glocksin
Mit: Nina Arens, Christian Bayer, Fabian Martino
– Uraufführung Neuköllner Oper 11/2009 –
Presse:
"Das Sich-Behaupten-Müssen, das Nicht-Geliebt-Werden, das Auf-Sich-Gestellt-Sein... Eine amüsante Oper für Jugendliche, die alle Teenie-Dramen spielend umreißt: Erste Liebe, Konkurrenzdruck, Identitätskrise und Neuköllner Alltag. "Stadt der Hunde" glänzt mit passionierten Darstellern, sozialkritischen Metaphern und, dank der jungen Komponistin Sinem Altan, mit flotten Klaviertönen und tierischen Hymnen." (Der Tagesspiegel)
"Sinem Altan (...) beweist, dass es möglich ist, Musik zu schreiben, die obwohl total tonal, sowohl intelligent wie auch witzig sein kann, ohne ins Triviale abzugleiten. Echte Oper, die auch für Schauspieler singbar ist und die dem Publikum im Laufe eines kurzen Abends regelrecht ins Ohr hineinwächst." (Die Tageszeitung)
"Leise, schön, schräg und schrill singen sie. Ach, wie herrlich können sie heulen. Und weil das Komische dem Tragischen entspringt, haben sie keine Scheu, darzustellen, dass man sich als armer Hund auch ziemlich zum Affen macht." (Neues Deutschland)
"In "Stadt der Hunde" (...) werden Tiere nicht bis zur Selbstaufgabe vermenschlicht. Die Inkongruenzen, die bleiben und das tierische Spiel als Metapher auf bestimmte Aspekte des menschlichen Lebens erst wirksam machen, treiben das Stück voran ... Ein dunkler, mitreißender und sehr neuköllnischer Abend." (Berliner Zeitung)
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