von und mit schindelkilliusdutschke

 
    Festivalpremiere: Fr. 16. April, 21:00 Uhr , Sa. 17. April, 22:00 Uhr . Neuköllner Oper, Keller  
       
   
Foto: Matthias Heyde
 
   

Sie heißen Abendruh / Bergfrieden / Daheim / Ewige Heimat oder Unter Uns − die Namen lesen sich wie ein Panoptikum der „deutschen Seele“ aus dem Zeitalter der Romantik. Kleingärten erfahren zur Zeit aber eine Wiedergeburt und sind dabei längst kein deutsches Phänomen mehr: Die Sehnsucht nach dem Lauben-Paradies zieht sich heute durch jedes Alter, alle Schichten und Migrationshintergründe. Traditionell sind sie im Großstadtleben verwurzelt, aber immer auch vom Verschwinden durch Stadtentwicklung und Urbanisierung bedroht.

Die Musiktheater-Formation schindelkilliusdutschke wird sich im Keller der Neuköllner Oper vergraben und dort aus Garten- und Hochkultur einen eigenwilligen, musikalisch-performativen Kosmos züchten, in dem die Kinder spielen (wie es Moritz Schreber vorschwebte), die fruchtbare Natur gedeiht, und das gehetzte, schnelle Leben für einen Abend entschleunigt wird. Und dabei hat die Musik ihren eigenen Rhythmus, ihre eigene Zeit, die sie ebenso gegen den Rhythmus der Natur wie gegen den der Stadt setzt.

Regie: Matthias Rebstock
Raum & Projektionen: Sabine Beyerle & David Reuter
Kostüme: Sabine Hilscher

Musiker/Darsteller: Tobias Dutschke, Rainer Killius, Volker Schindel

www.schindelkilliusdutschke.de

– Uraufführung Neuköllner Oper 04/2010 / Festivalpremiere –

 

Pressestimmen:

„(...) Am Ende gab es noch Theater, das wirklich aus Musik im umfassenden Sinne einen szenischen Diskurs entwickelte, nämlich „Schreberzone“ von und mit Tobias Dutschke, Rainer Killius und Volker Schindel. Wie dieser Essay über den Arzt und Lehrer Daniel Gottlob Moritz Schreber und die nach ihm benannten Gärten, über Erziehung und musikalischen Drill schließlich im Lied „Das schöne Beet“ aus dem „Buch der hängenden Gärten“ von Arnold Schönberg nach Stefan George intellektuell kulminierte, das war unfassbar schlau und komisch.“

FAZ